Genuary Tipp 2/31 2022

Suzie Stapleton aus Australien (inzwischen Brighton, England)

Nach einigen Singles und EPs kam 2020 endlich Stapletons erste LP heraus. Die Aufnahmen erfolgten in ihrer neuen Wahlheimat. Schon die titelgebende Single We are the plague ist eine absolute Wucht – musikalisch irgendwo zwischen Filters kopfnickendem Hey man, nice shot und der Spielfreude von The Gracious Few. Textlich dabei so ehrlich, dass es schmerzt:

Die Songwriterin haut auf ihrem Debütalbum nicht auf die Fresse, es sind die zweiten Töne, die hängenbleiben und fesseln, ganz ohne jedwede Aufdringlichkeit. Faszinierender, düsterer Folkrock mit dezenten Tim Burton Schwingungen! Stapleton bringt gedeckte (Klang)farben in die triste Jahreszeit; ist aber auch an einem milden Septemberabend gut hörbar, wenn die Wärme langsam aus dem Tag entschwindet:

Hier gibt es das beeindruckende Debüt auf Vinyl, von der Künstlerin unterschrieben.

Instagram: @suziestapleton

Gender January 2022 – unsere Genuary Tipps

Wir wünschen euch allen einen glücklichen und vor allem gesunden (!) Start ins neue Jahr. Bleibt weiterhin optimistisch! Unser Januar steht dieses Jahr – nun schon zum zweiten Mal – voll und ganz im Zeichen der Vielfalt: Wir wollen euch jeden Tag eine neue Solo-Künstlerin oder auch Band mit weiblichen Mitgliedern vorstellen, die uns musikalisch begeistert hat.

Warum? In unserer #5 „Öffentlich brandmarken“ kamen wir zu dem Schluss, dass in puncto Diskriminierung im Allgemeinen und so also auch in Bezug auf Sexismus zunächst jeder vor seiner eigenen Tür kehren und sein Bewusstsein und seine Empathie hierfür aktiv weiterentwickeln muss. Auch wir vom Wellenbrecherbereich.

Freut euch deshalb in den nächsten Wochen auf ganz hervorragende Acts unterschiedlichster Genres und Kulturen. Teils bekannt und etabliert, teils aufstrebend oder Geheimtipp. Und wenn wir am Ende des Gender-Januarys noch eine Künstlerin oder Band „vergessen“ haben sollten, die euch besonders am Herzen liegt, dann gebt uns gerne Bescheid – oder schaut, ob sie vielleicht im Genuary 2021 dabei war (siehe Reiter oben: Blog => Gender January 2021).

#21 Doom 2016 Soundtrack von Mick Gordon

Heutzutage werden ganze Soundtracks für Videospiele in Auftrag gegeben. Der Australier Mick Gordon ist eine absolute Koryphäe auf diesem Gebiet und hat mit dem Soundtrack zu Doom 2016 neue Maßstäbe gesetzt. Was sagt der Wellenbrecherbereich zu diesem fetten Stück instrumentaler Rockmusik?

Die Folge ist auch auf den gängigen Streamingdiensten abrufbar.

#20 Doom gelaufen – Musik in Videospielen

Heute haben wir in unserer Runde einen externen Gesprächspartner dabei: Ingmar vom Kanal Ingmar_gaming diskutiert mit uns über die Videospiellandschaft, sein „Daily Business“ als Twitch Streamer und natürlich… die Evolution der Musik in Videospielen. Eine etwas andere, aber nicht minder spannende Folge wartet auf euch. Hört unbedingt rein! Wie ist eure Assoziation zu Videospiel-Musik? Am Ende darf auch gerne mitgeraten werden (1:05:17): Hättet ihr die Themes erkannt?

„Tipps aus’m Pit“ zum Nachbetrachten (aus #19)

Es ist nicht mehr lange hin bis zu unserem nächsten Gender Genuary, bei dem wir euch – genau wie im Januar dieses Jahres – jeden Tag talentierte Musikerinnen und/oder Sängerinnen präsentieren, die das – Zitat: „Pimmelfest in der Musikindustrie“ (höre hier) in eine diversere, weniger phallus-artige Richtung lenken. Heute können Marcos und Alex‘ Tipps zufälligerweise ein bisschen als Teaser hierfür dienen.

Und wir haben dieses Mal – natürlich ebenfalls zufälliger Weise – eine reine Europafolge:

Gerrit: Chaoseum aus der Schweiz (LP: Second Life, VÖ: 2020)Ja, was hören wir denn hier? Man muss wahrscheinlich kein Nu Metal Experte sein, um die frappierende Ähnlichkeit zu einer berühmten 4-Buchstaben-Band aus Bakersfield herauszuhören. Macht das was? Nicht, wenn man einfach mal hemmungslos headbangen will wie zu besten Issues-Zeiten… Willkommen im Kornoseum!

Die Tour der vier Schweizer als Support von Fleshgod Apokalypse ist verschoben auf Ende 2022. Termine in Deutschland sind dabei (siehe hier).

Alex: Måneskin aus Italien (LP: Teatro d’ira – Vol. I, VÖ 2021)
Ja, Italien hat dieses Jahr nicht nur die Fußball Europameisterschaft gewonnen, sondern offenbar auch den Eurovision Song Contest. Und wenn Alex von derartigen Veranstaltungen oder auch von Teilnahmen an Castingshows hört, kriegt er üblicherweise reflexartig  Ausschlag an den Ohren und Schnappatmung. Doch Ausnahmen scheinen wirklich die Regel zu bestätigen. Denn mit dem Sieger-Song Zitti e buoni liefert Måneskin schlicht einen gradlinigen Rocksong, auf Italienisch – und selbst komponiert. Ja, das muss leider dazu gesagt werden:

Die vierköpfige Combo hat dieses Jahr ihr zweites Album Teatro d’ira – Vol. I herausgebracht und das klingt echt gut: Rap, Reggae-Vibes, trockene Gitarrenriffs, Wohlfühl-Mucke für die nächste Rock-Party:

auch zwei Songs mit Englischen Texten sind auf dem Album enthalten.

Måneskin ist das dänische Wort für Mondschein – inspiriert durch die dänische Bassistin der Band: Victoria De Angelis. Die junge Band ist 2022 auf einigen Festivals zu sehen, hat aber auch eigene Shows – siehe hier.

Marco: Scarlet aus Schweden (LP: Obey the Queen, VÖ: 2020)
Gerrit und Alex haben alles versucht, um herauszubekommen, wie Marco auf diese schwedische Künstlerin gekommen ist. Vergebens. Marco hüllt sich in Schweigen. Ganz anders sein Tipp: Scarlet, die stark geschminkt auftritt und deren Identität unbekannt ist, rappt, schreit und singt wie eine ganz Große. Und die Musik dazu schockt durch pure Brachialgewalt. Fantastischer Rock für die dunkle Seite des Wellenbrecherbereichs!

Eine dringende Empfehlung die “Bossbitch“ weiter zu verfolgen, das aktuelle Album zu kaufen und nach Gigs Ausschau zu halten, sei hiermit ausgesprochen. #obeythequeen